Außergewöhnliche Stadtgeschichten

Geschichten, wie sie nur hier möglich sind

Fürst Pückler bietet mit seinem spektakulären Lebensentwurf den Rahmen: Er galoppierte auf weißen Hirschen durch Berlin, füllte eine Kutsche mit Papageien, unternahm waghalsige Ballonfahrten, baute Pyramiden in den Sand, machte das Pückler-Eis berühmt und brachte orientalische Schönheit und Kultur mit nach Hause. Hier werden diese und neue Geschichten erzählt und zum wahren Spiegelbild der lebenswerten und verrückten Pücklerstadt.

Von einem Schmetterling, der mit Kuschelkunst die Welt verbessert

Oder wie Martin Schüler dem Kinderheim entflieht, von einer Kuschelkatze auf eine Mission geschickt wird, mit ihrer Hilfe schließlich zu sich selbst und einer besonderen Kunst findet und beide nun gemeinsam die Welt erobern. Wer Katzenvideos mag, wird diese Geschichte lieben. Und jeder andere sicher auch. Sie handelt von einem einst wütenden, aggressiven und als nicht lernfähig abgestempelten Kind, das sich im Erwachsenwerden in der Pücklerstadt einer borstigen Raupe gleich in einen bunten Schmetterling verwandelt und heute mit der Sanftheit von Kuscheltieren den eigenen Seelenfrieden in die Welt hinaus trägt. Und sie zeigt, wie eine kleine Plüschkatze ein ganzes Leben…

Vom Fluss eines Lebens, das in der Pücklerstadt seinen Hafen findet

Oder wie Vlatko Knezevic in Studium und Beruf auf die richtigen Themen setzt, Energieunternehmen ausrichtet und saniert – und nebenher beim Tauchen, Hausbau und auf dem Motorrad die Leichtigkeit des Seins findet. „Ein Haus ist eine Arche, um der Flut zu entrinnen.“ – hätte Katherine Mansfield in ihrem kurzen Leben Vlatko Knezevic kennengelernt, sie hätte in ihrem Zitat eine völlig neue Bedeutungsebene entdeckt. Jener baut nämlich seit zwei Jahren sein eigenes Haus, von Grund auf und meist nur mit eigenen Händen, ganz einfach als körperlichen Ausgleich zum mental fordernden Job und den Fluten des Alltags. Das neuerliche Projekt passt zum…

Von unzähligen Titeln und Spaß im schweißtreibenden Betonoval

Oder: Wie Emma Hinze des Sports wegen in die Pücklerstadt kam, scheinbar Superkräfte erhielt, hier die Liebe ihres Lebens kennenlernte und in sieben Jahren die ganze Welt auf zwei Rädern eroberte. Emma Hinze ist selbst mit ihren bereits fünf Weltmeistertiteln angenehm bodenständig geblieben. Sie kann bei allem Erfolg noch ihren ganz persönlichen „Fangirl-Moment“ an der Seite des einstigen Dauer-Olympiasiegers Chris Hoy genießen und per Facebook mit der Welt teilen. Dabei hat sie für viele Pücklerstädter inzwischen selbst sportlichen Kultstatus. Ihre Eltern mussten das schon früh geahnt haben, schließlich bedeutet Emma nichts anderes als „die Große“. Mit dem Radsport begann die…

Vom Unternehmertum und Rhythmus Brasiliens in deutschen Bilanzen

Oder wie Gleide Selma Krüger an der brasilianischen Atlantik-Küste als Tochter eines Fischers aufwuchs, in Amsterdam über Nacht die Liebe fand und schließlich mit brasilianischem Unternehmertum in der Pücklerstadt Bilanzen aufpoliert. Gleide Selma mag Fisch bis heute nicht, obwohl sie als Tochter eines Fischereiunternehmers aufwuchs. Ihr brasilianisches Temperament war sicher ein Grund für viele mutige Entscheidungen, die sie schließlich zur Vollblut-Unternehmerin und starken Frau in einer Familie mit jeder Menge Unternehmertum in der DNA machte. Nun begründet sie die erste Community Brasiliens in der Pücklerstadt. Aber eins nach dem anderen ... Eigentlich wollte Gleide Selma das urbane Aracuja an der…

Vom Aufbruch in eine weltweite Ungebundenheit

Wie Nancy Jachmann aus dem Dörfchen Jerischke in die Pücklerstadt zog, die große Freiheit in digitalen Welten entdeckte und schließlich auf den Wellen der Pandemie um die halbe Welt und zu neuen beruflichen Horizonten surfte. Die Pole im Leben von Nancy Jachmann könnten wohl kaum gegensätzlicher sein. Aufgewachsen in einer kleinen Siedlung, bevölkert von rund 100 Seelen und umringt von 100 Quadratkilometern Waldfläche, zählt sie heute auf Stationen in Mittelamerika oder Inseln im Mittelmeer und Atlantik zu den ersten Digitalnomaden der Lausitz. Ein cosmopolitischer Gewinn für die Pücklerstadt, der sogar zwei Dimensionen hat – zur persönlichen gesellt sich eine wirtschaftliche.…

Von Millionen Gründen, ein Kaffeehaus zu errichten!

Wie Gustav Lebhart aus einem beschaulichen Provinzstädtchen aufbrach, im Wiener Schloss residierte und in Prag die Liebe fand, die ihn samt smartem Millionengewinn in die Pücklerstadt führte. Im verschlafenen Niederösterreich aufgewachsen, galt Gustav Lebhart von klein auf als der Exot und Pionier seiner Familie. Als einzigen der vier Brüder zog es ihn in die Wissenschaft und die weite Welt, bevor er in der ebenso beschaulichen Pücklerstadt die Heimat für seine eigene Familie fand. Zum sprichwörtlichen Wiener Charme gesellten sich hier alsbald etliche Millionen Euro. Eine smarte Liebesgeschichte. Schon zum Abitur suchte Gustav Lebhart den Wettbewerb, es musste das Gymnasium an der Theresianischen…

Wie zwei Cottbuser die Industrie digitalisieren

Oder wie zwei Pücklerstädter von einer kleinen Verknüpfung für Im- und Export zur globalen Drehscheibe für Industriegüter werden und schließlich den Markt für Sensoren revolutionieren.. Die Wirtschaftsstory von Olaf Tonn und Jens-Uwe Wancsucha wird heute in 17 Sprachen und 171 Ländern dieser Welt geschrieben – und ist ein Bestseller wie einst Pücklers Tagebücher. Zum Jahreswechsel wird ihr Unternehmen volljährig und soll nun mit 18 Jahren ein Tochterunternehmen voller künstlicher Intelligenz bekommen. Aber eins nach dem anderen. Jens-Uwe Wancsucha war schon immer ein leistungsorientierter Querdenker. Als gelernter BMSR-Techniker wurde er schnell der Regelungstechnik und der Regeln im damaligen DDR-Kombinatsgetriebe überdrüssig und machte seine…

Weltreisende Plätzchen und Avatare aus Pücklers Zollhäuschen

Wie Gabi Grube der Pücklerstadt ein Lächeln schenkt, es per LKW und der weltweit wohl meistfotografierten Tüte in alle Welt bringt und nun mit einem weltreisenden Töpfer, der künftig aus Pücklers Vorgarten Avatare auf virtuelle Reisen schickt, ganz heimelich Plätzchen bäckt. Die Pücklerstadt hat sich jahrelang recht schwer damit getan, aus ihrer Vielfalt heraus ein Signet für die Stadt zu generieren. Ein einstiger Stadtoberer bezog bei einem Versuch ordentlich Schelte, an dessen Ende ein Logo an ein Fantasiemonster aus Kinderhand erinnerte und es immerhin bis in den virtuellen Designpranger schaffte. Dann kam Gabi Grube, einte das Heer vermeintlicher Experten in…

Eine unaufhörlicher Aufschwung dank einem Ruf aus Cottbus

Vesselin Michailov den Ruf an die Cottbuser Uni erhört, in einen futuristischen, markant rotfarbenen Bau einzieht, und jenes auf beständiges Werden getauftes Ensemble in eine nicht enden wollende Aufwärtsspirale versetzt. Als Vesselin Michailov in dem Mittelstädtchen Targovischte in Ostbulgarien aufwuchs, gab es bereits eine fast schicksalhafte Verbindung in die Pücklerstadt, von der er damals nichts ahnte. Sie war und ist Partnerstadt von Cottbus, in dem er heute zu jenen zählt, die an der Hochschule die Zukunft für die Stadt und die Region erdenken. Dabei zieht er seinen Kreis weit um die Stadt und sorgt sich mit seinesgleichen um rund 50.000 Arbeitsplätze in…

Vom Einstieg ins Ölgeschäft und einer Pücklerliebe auf den zweiten Blick

Wie René Schulze nach einem Verlust zuerst bei mehr Gesundheit und dann im Ölgeschäft landet, auf den zweiten Blick die Liebe zur Pücklerstadt entdeckt und von hier aus schließlich mit neuen Maschinen das Ölgeschäft weltweit ankurbelt. Manchmal braucht es einen zweiten Anlauf. Bei René Schulze war es gleich in zweierlei Hinsicht so. Der gelernte Kaufmann missionierte einst beruflich als Botschafter der Dänen Deutschlands Einzelhandel und verband mit der Cottbuser Provinz lediglich den Wunsch nach schneller Abreise. Heute ist die Pücklerstadt für ihn das denkbar schönste Zuhause und er selbst ist mit einzigartigen Maschinen längst zu einem ihrer beherzt anpackenden Unternehmer geworden. Eine…

Von einer Weltreisenden, die der Liebe folgte und ein Zuhause fand.

Oder wie Sabine Nausch auf vier Kontinenten Geschäfte in vier Sprachen besiegelte, in digitale Bildschirmwelten und Gastronomien investierte, einem Monteur in die Pücklerstadt folgte und hier erstmals zu einem bleibenden Heimatgefühl fand. Wenn Sabine Nausch über Cottbus redet, ist das wie ein Quell belgischer Schokolade. Im flämischen Belgien aufgewachsen und dann von steter Unruhe durch die Welt getrieben, spricht sie heute in einer Warmherzigkeit über die Pücklerstadt, die den zurückhaltenden Insassen selbiger fast die Schamesröte ins Gesicht treibt. Ausgerechnet hier hat die Cosmopolitin die Heimat ihres Herzens gefunden – und ihre Liebe zu einer digitalen Mission wiederentdeckt. Die Weltoffenheit wurde Sabine Nausch…

Von Immobilien und einem Kapitän voller Seensucht

Wie Rocco Schmidt schon früh das Wasser für sich entdeckte, auf Umwegen in die Pücklerstadt kam, nie die Lust an Experimenten und Geschichten verlor und schließlich mit einem Hafenbüro ohne Hafen alle Welt für einen See begeistert, den es noch gar nicht gibt. Seit dem Sommer 2020 drücken sich neugierige Besucher der Pücklerstadt an einem Schaufenster in der Altsatdt die Nasen platt. Drei Bullaugen geben hier den Blick in eine historisch anmutende „Spelunke“ frei. An der Fassade steht „Hafenbüro“, aber ringsum ist weder Wasser, noch ein Boot in Sicht. Kapitän Rocco Schmidt verbindet hier eine alte Liebe mit einer neuen – und…

Vom Pizzabacken im Schlafanzug und deutsch-italienischer Versöhnung.

Oder wie Nando aus der italienischen in die deutsche Provinz zog, von einem Stammgast das Privileg des einzigen Holzbackofens inmitten der Pücklerstadt erhielt und schließlich zum Maskottchen und zur Betriebskantine des heimischen Fußballclubs wurde. Pizza, Fußball und Herz – das sind die Zutaten einer deutsch-italienischen Freundschaftsgeschichte inmitten der Pückler-stadt. Geschrieben hat sie ein verrückter Italiener, der gleich nach der Wende nach Cottbus kam und später in jenen Zeiten, als Cottbus in der Bundesliga kickte, den Proviant für den wohl härtesten Club der Liga lieferte. Fragt man die Pücklerstädter heute nach dem Weg in die Deffkestraße, wird man wohl nur fragende Blicke…

Pücklers Erbe mit Salzburger Charme

Wie Dr. Christoph Gerstgraser seine Wiener Mokkarunde nur ungern verließ, als Vermittler in die Lausitz kam und wegen der Liebe zur Spreeaue und zu besonderen Menschen dann doch blieb. Diese Geschichte würde Pücklers Herz wohl vor Aufregung höher schlagen lassen – handelt sie doch von einem Seelenverwandten. Von einem, der auch als Fremder in die Pücklerstadt kam, eine öde Landschaft vorfand und sie neu gestaltete. Heute umfassen die Spuren von jenem Erben Pücklers in der renaturierten Spreeaue ein Landschaftsgemälde, das in der Fläche ein Vierfaches des Branitzer Innenparks misst. Dabei sah anfangs kaum etwas nach blühenden Landschaften aus. Eigentlich wollte…

Von Pyramiden und 12 Stufen zum Erfolg

Oder wie Pückler selbst seinen letzten Weg Pharaonen gleich mit bleibender Symbolik Oder wie Pückler selbst seinen letzten Weg Pharaonen gleich mit bleibender Symbolik inszenieren wollte und uns seine Erdpyramiden bis heute manches Rätsel aufgeben.. Ein nervenaufreibendes Duell, aufgrund dessen Pückler sein Schiff nach Nordamerika verpasste, legte wohl den Grundstein für den plakativen Höhepunkt in seinem Gartenkunstwerk Branitz. Statt in die neue Welt reiste Pückler von 1834 bis 1840 in den Orient. Eine Reise, die in seiner Landschaftsmalerei die wohl eindrucksvollsten Spuren hinterließ. Zwei einzigartige Erdpyramiden im Innenpark gelten heute als Alleinstellungsmerkmal von Branitz. Anders als in Ägypten errichtete Pückler die Pyramiden…

Der Herr der lichten Ringe

Wie Stefan Restemeier zuerst einen Kulturschock überwinden musste, Wie Stefan Restemeier zuerst einen Kulturschock überwinden musste, um schließlich zum Licht zu finden und den einen Ring in alle Welt zu tragen. Ein Ring, sie alle zu erleuchten – das könnte die Inschrift jener Leuchte sein, die als Botschafter der Pücklerstadt inzwischen weltweit für erhellende Momente sorgt. Sie stammt aus der kleinen innovativen Lichtmanufaktur leuchtstoff und begann vor einem Vierteljahrhundert mit einer wahren Mondlandung.    Es war 1994, als Stefan Restemeier seiner Familie mit 16 Jahren aus Bielefeld in die Heimat der Ahnen folgte. Am liebsten hätte er sofort wieder reißaus genommen. Jene…
Per Ferienjob zum Firmenchef
Foto: Harry Müller, codiarts

Per Ferienjob zum Firmenchef

Wie Lothar Parnitzke in den Schulferien Ölfläschchen verschraubte, binnen zwei Wochen zum Firmennachfolger gekürt wurde und mit alter, neuer Marke die Welt eroberte. Die Geschichte von Lothar Parnitzke und der heute wohl bekanntesten Cottbuser Wirtschaftsmarke begann mit einem Ferienjob und dem Verschrauben kleiner Ölfläschchen. Es war im Juli 1963, als der 15-jährige in der Firma Gebrüder Kunert für 90 Pfennige die Stunde sein Taschengeld aufbesserte und an einer Abfüllanlage mit drei Arbeitsplätzen sechs Wochen arbeitete. So konnte jede Mitarbeiterin an dieser Anlage 14 Tage Urlaub machen. Zuerst sorgten die geriffelten Deckelchen für blutige Finger, dann kam die Hornhaut. Nach zwei…

Vom Tutu zum kleinen Prinzen

Wie Magdalena Werhun einem TuTu zum Ballett folgte, durch puren Zufall in der Pücklerstadt landete, der Liebe wegen blieb und ihre Leidenschaft nun mit einem kleinen Prinzen krönt. Als Magdalena Werhun eine entfernte Cousine das erste Mal im TuTu in der Warschauer Oper tanzen sah, war es um die Neunjährige geschehen. Das wollte sie auch, mit Spitzenschuhen und Tüllröckchen auf die große Bühne. Der Traum von der Ballerina sollte sie durch Opernhäuser in Europa und schließlich in die kleine Pücklerstadt führen, wo nun viele Mädchen ihrem Weg auf die Bühne folgen. Dabei sollte sie eigentlich eine erfolgreiche Sportlerin werden. In…
Wo Bäume ein Diplom erhalten
Foto: Ben Peters, codiarts

Wo Bäume ein Diplom erhalten

Oder wie Pückler seinen Bäumen statt einer profanen Baumschule akademische Ehren Oder wie Pückler seinen Bäumen statt einer profanen Baumschule akademische Ehren zusicherte, ihnen sonderbare Wagen baute und heute als Vorbild beim Klimaschutz dient. Für Fürst Pückler waren Bäume von außerordentlicher Bedeutung, denn Bäume bilden bekanntermaßen die Hauptstruktur eines Landschaftsgartens wie des Branitzer Parks. So verwundert es auch nicht, dass Pückler alle Hebel in Bewegung setzte, um mit speziellen, übermannshohen Baum-Maschinen hunderte größere Bäume aus dem näheren und weiteren Umfeld in seinen Park versetzen zu lassen. Das alles mit dem Ziel, als über 60jähriger Mensch noch zu Lebzeiten etwas von den künstlich…

Mit Zauberstab und Sternenstaub

Wie drei Studenten von Fantasy-Fans zu Unternehmern werden, gegen den Strom noch Wie drei Studenten von Fantasy-Fans zu Unternehmern werden, gegen den Strom noch erfolgreicher schwimmen und schließlich eine ganze Stadt verzaubern. Die Geschichte von Elbenwald liest sich, als wäre sie selbst einem kleinen Fantasy-Roman entsprungen. Sie startet in einer garnicht so weit entfernten Galaxie, auf dem Cottbuser Uni-Campus im Jahr 1997. Drei Studenten, zu Hause im gleichen Wohnheim und im gleichen Studiengang, begeisterten sich damals an der topaktuellen 10 Mbit/s-Standleitung des Wohnheims. Mit kleinen Internetprojekten für Unternehmen gingen sie mehr auf Entdeckung in neue Welten, als ans große Geld zu denken.…

Mehr Säbelrasseln als Waffennarr

Oder wie Pückler mit Lanzen und Säbeln im orientalischen Flair so manchen Besucher Oder wie Pückler mit Lanzen und Säbeln im orientalischen Flair so manchen Besucher beeindruckte, am Ende aber der Jagd nach Frauen mehr als der nach Tieren zugetan war. Pückler war als eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit trotz etlicher Duelle und Gefechte als Offizier alles andere als ein Waffennarr. Der als Weltbürger und Pazifist bekannte Fürst verfügte dennoch über eine erstaunliche Waffensammlung. Sie diente ihm aber weniger zur Jagd und für kriegerische Auseinandersetzungen, dazu war er als Landschaftsgestalter zu sehr dem Schönen zugewandt. Vielmehr nutze Pückler seine Waffensammlung geschickt…

Ein Stehaufmännchen aus Moldawien

Wie Igor Melamud vom Straßenfeger zum Online-Verkaufshit wurde und nach Wie Igor Melamud vom Straßenfeger zum Online-Verkaufshit wurde und nach einem Tief schließlich mit sprichwörtlichem Fleiß anderen die Wege ebnet. Als es Igor Melamud 2001 nach Cottbus verschlug, kannte er weder die Stadt noch Pückler. Als 19-jähriger verließ er die junge, zwischen Rumänien und der Ukraine eingezwängte Republik Moldawien. Sein Stiefvater ergriff damals die Chance zur Umsiedlung nach Deutschland und nahm die Familie mit. Igor kam ohne Sprachkenntnisse und ohne Vermögen in die deutsche Fremde – dafür aber mit einer gesunden Portion Mut und vor allem einem bewundernswerten Leistungswillen, der später auf…
Vom geplanten Dreier zum Bestseller
Foto: Ben Peters, codiarts

Vom geplanten Dreier zum Bestseller

Oder wie Lucie ihrem Pückler einen Freibrief für eine Brautschau in England erteilte, Oder wie Lucie ihrem Pückler einen Freibrief für eine Brautschau in England erteilte, die Lucie trotz Misserfolg dann zum einkömmlichen Bestseller machte. Lucie von Hardenberg, die starke Frau an Pücklers Seite, war die große Liebe im Leben des Fürsten. Obwohl sie neun Jahre älter als Pückler war, hielt ihre Liebe bis zu seinem Tod. Dennoch ließ sie sich auf einem Viertel des gemeinsamen Wegs von ihm scheiden. Mitte der 1820er Jahre, ein knappes Jahrzehnt nach der Hochzeit, war das Ehepaar Pückler mit der fast astronomischen Summe von 500.000 Talern…

Zurück zur Zukunft (Lausitz)

Wie Marcel Linge und Franziska Kretzschmar erst an den Cottbuser Bahnhof ziehen und Wie Marcel Linge und Franziska Kretzschmar erst an den Cottbuser Bahnhof ziehen und dann aus Zukunft eine Bahnhofsmission für Rückkehrer wird. Die verrückte Pücklerstadt ist wohl die erste Stadt in Deutschland, deren Bahnhofsausgang Pendler und Heimkehrer direkt zu einer Station führt, die Rückkehrern vorbehalten ist. Seit Sommer 2019 hat direkt neben Gleis 10 am Tor zur Stadt die „Station Cottbus“ ihren Schalter für Rückkehrwillige eröffnet. Marcel Linge, sozusagen der neue Oberschaffner für wiederentdeckte Cottbusfans, hätte sein Leben dabei anfangs fast an die große Leinwand verloren. In Ortrand geboren und…

Vom Orient zu den grünen Pyramiden

Wie Zohreh Khedrigharibrand nach Cottbus auszieht, um eine erfolgreiche Architektin zu Wie Zohreh Khedrigharibrand nach Cottbus auszieht, um eine erfolgreiche Architektin zu werden, und in einer kleinen Idylle die Liebe und eine neue Heimat findet. Es gibt Menschen, die können durch ihr offenes Wesen an jedem Ort der Welt zu Hause sein. Zoreh Khedrigharibrand ist ein solcher Mensch. Die junge Iranerin entschied sich vor vier Jahren zum Glück für die Pücklerstadt. Was als Zwischenstation für ein Studium geplant war, ist ihr schnell ans Herz gewachsen. Heute lebt und arbeitet sie in einem Ort, der einerseits so gar nichts, und andererseits doch sehr…
Endloser Genuss für die ganze Welt
Foto: Thomas Richert

Endloser Genuss für die ganze Welt

Wie Petra und Carsten Hajek aus einer notwendigen Studienarbeit eine Genussmanufaktur entwickelten, die heute Baumkuchen aus der Pücklerstadt in alle Welt liefert. Das hätte dem Genussmenschen Pückler gefallen: ein endloses Gebäck in Ringform, mit bester Schokolade überzogen, das zudem eine Hommage an einen Baum, an die Natur ist. Baumkuchen gab es schon zu Pücklers Zeiten – in der Pücklerstadt entwickelte er sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer gefragten Konditoreispezialität. 14 Fabriken und Manufakturen stellten das Schichtgebäck in einem auch heute noch sehr aufwändigen Verfahren her. Der Konditor Max Lauterbach kam 1899 extra wegen des berühmten Baumkuchens in die…
Von einer, die mit Pückler Brücken baut
Foto: codiarts

Von einer, die mit Pückler Brücken baut

Wie Jolanta Imbierska im kleinen polnischen Örtchen Drzonkow ein Restaurant eröffnete, der Liebe wegen in die Pücklerstadt kam und schließlich mit Pückler das Tor zum Nachbarn öffnete. Beinahe wäre Jolanta Imbierska der Pücklerstadt an die Gastronomie verloren gegangen – und damit auch ihre Begeisterung für Pücklers Universum in Branitz, mit der sie bis heute unzählige Nachbarn zu Gästen und Freunden der Stadt macht. Lebensfroh und kommunikativ war die Polin schon immer. Früh entstand ihr Entschluss, selbst das Leben zu gestalten. Mit gerade einmal 21 Jahren machte sie sich mit einem Restaurant selbständig. Das lag im verschlafenen Örtchen Drzonkow, kurz vor…
Der Eismacher aus dem Orient
Foto: codiarts

Der Eismacher aus dem Orient

Wie ein Iraner zum Studium nach Cottbus kam, zwischen Salsa und Fitness ein soziales Umfeld fand und nun die Eismacher-Tradition seiner Familie in der Pücklerstadt fortschreibt. Moein Pakdel Sefidi kam 2012 des Studiums wegen aus dem Iran in die Pücklerstadt. Die Nähe zu Berlin und ein besonderes Studienangebot zum Master komplett in Englisch waren Argumente für eine Stadt, von der er sonst nichts wusste und deren Sprache er nicht kannte. Heute hat er hier seine Liebe, ein soziales Umfeld und vor allem eine wirtschaftliche Perspektive gefunden. Mit seinem jungen Unternehmen möchte er die iranische Eismacher-Tradition seiner Familie in der Pücklerstadt…
Eine Ballonfahrt mit Bruchlandung
Foto: Steffen Schwenk

Eine Ballonfahrt mit Bruchlandung

Wie Fürst Pückler zu den ersten Ballonfahrern seiner Zeit zählte und schließlich Mantel, gebratenen Fasan und Champagner über Bord werfen musste. Ballonfahrten waren zu Pücklers Zeiten noch ein echtes Abenteuer, und der Fürst liebte spektakuläre Unternehmungen. Zusammen mit dem Luftschiffer Reichard, der sich bereits zum 7. Male in die Luft begibt, startet Pückler im Oktober 1816 auf dem Berliner Gendarmenmarkt zu einer Ballonfahrt. Sehr zum Vergnügen der zahlreich versammelten Hauptstädter und der sensationslüsternen Gazetten, die gern über die Extravaganzen des Grafen berichteten. Die Ballonfahrt begann als Spektakel mit einer jubelnden Menschenmenge und einem Pückler, der das Bad in der Menge…
Streuselkuchen bei „Mutti“ und „Opa“
Foto: codiarts

Streuselkuchen bei „Mutti“ und „Opa“

Wie Ashfaq Ahmed Gumaan seine Heimat Pakistan verließ, in der Pücklerstadt sein Glück suchte und hier zur zweiten Familie mit „neuen“ deutschen Großeltern kam. Sie klingt fast wie ein Märchen aus 1001 Nacht, unsere Geschichte von Ashfaq Ahmed Gumaan. Ein junger Mann, der wie Pücklers Muse Machbuba aus der orientalischen Fremde in die Pücklerstadt kam und hier sein Glück fand. Mit 17 Jahren zog er nach Abschluss der Schule in die Welt hinaus, um sich ein eigenes Leben aufzubauen. Dabei hätte er es daheim einfach gehabt, die Familie ist vermögend und im Besitz von Ländereien. Wie einst der deutsche Hans…
Im Galopp mit weißen Hirschen
Foto: codiarts

Im Galopp mit weißen Hirschen

Wie Fürst Pückler in Berlin mit einer Hirschkutsche für Aufsehen sorgte – und von einem Ausritt die Liebe seines Lebens heimbrachte, die in der Pücklerstadt ihr Zuhause fand. Nach seiner Rückkehr aus England im April 1815 hält sich Pückler öfters in der preußischen Hauptstadt auf. Durch auffällige Kleidung, tollkühne Reiterkunststücke und allerlei Einfälle macht er von sich reden. So fährt er nach zeitgenössischen Berichten u. a. mit einer Kutsche, gezogen von gezähmten Hirschen, man spricht sogar von weißen Tieren, durch Berlin. Waren es vielleicht nicht doch bloß Rentiere, denn es ist bekannt, dass sich Hirsche nicht als Gespanntiere eignen? Aber…
Bergbau mit Seensucht
Foto: codiarts

Bergbau mit Seensucht

Wie eine Kohlegrube zur größten Landschaftsbaustelle des Landes und zum Hoffnungsträger einer Stadt wird – und voller maritimer Seensucht schließlich das Meer in sich trägt. Was aktuell vor den Toren der Pücklerstadt passiert, könnte man wirklich als ein positiv verrücktes Vorhaben bezeichnen. Hier entsteht derzeit der größte von Menschenhand geschaffene See Deutschlands. Bergbau und Bergleute, das verbindet man gemeinhin mit einer schmutzigen Arbeit im Stollen oder Tagebau. Die wenigsten wissen, dass ausgerechnet der langfristig geplante Braunkohlebergbau in einem geschlossenen Prozess beständig neue Landschaften kultiviert. Parallel zum Verzehr von Landschaft entsteht zumindest im gleichen Umfang immer neues Land, ob als Weinberg,…
Ein Bestseller, den selbst Goethe lobte
Foto: codiarts

Ein Bestseller, den selbst Goethe lobte

Wie Fürst Pückler ein Buch in vier Bänden schrieb, das als Geschenk der Queen an Bundespräsidenten Gauck schließlich in einer besonderen Version zurück in die Pücklerstadt fand. In den Jahren 1826 bis 1829 unternahm Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785−1871) seine zweite Englandreise. Der Zweck seiner Reise war eigentlich die Suche nach einer reichen „Surrogatfrau“, deren möglichst große Mitgift die Standesherrschaft Muskau retten sollte, die durch die Schulden des Callenberger Großvaters stark belastet war. Dieses „Geschäft“ betrieb Pückler nur sehr halbherzig, so dass die Brautschau trotz aller unbequemen Unternehmungen und Anstrengungen erfolglos blieb. Doch die Englandreise brachte ganz andere Früchte. Im…
Das unbekannte Erbe eines Sportsmen
Foto: Marcel Schulz

Das unbekannte Erbe eines Sportsmen

Wie Fürst Pückler das Wort „Sport“ in den deutschen Sprachgebrauch einführte, sich selbst als Sports- und Gentleman seiner Zeit verstand und es ihn darüber in den Orient verschlug. Fürst Pückler legte stets großen Wert auf körperliche Regsamkeit, deren positive Wirkung für Körper und Seele er schätzte. Er erklomm hohe Berge, wanderte gern in der Natur, war ein guter Fechter, Tänzer, und Schütze – und ein ebenso versierter Reiter. Im Gegensatz zu manch anderen verschloss sich Pückler nicht den gesundheitsfördernden Werten des Turnens. Er selbst besuchte im Dezember 1828 die gymnastische Akademie. Den Nutzen der körperlichen Betätigung beschrieb Pückler so: „Es…
Vom Turnierkind zum Ehrenamtsprofi
Foto: Turnier der Meister

Vom Turnierkind zum Ehrenamtsprofi

Wie Mirko Wohlfahrt als neunjähriger Steppke das erste Mal am Turnier der Meister® teilnimmt, nie auf dem Treppchen steht – und die Pücklerstadt dennoch nach Olympia führt. Dass seine Stadt einst zum Gradmesser für Olympiateilnehmer wird, hätte Fürst Pückler sicher gefallen. Zu seiner Zeit gab es zwar weder eine Olympiade, noch waren Ertüchtigungen wie der Turnsport unter seinesgleichen sonderlich angesehen, doch der neugierige Pückler hat sich schon damals bei Turnen und Gymnastik ausprobiert und mit seiner Begeisterung für die Unternehmungen der Engländer das Wort Sport in den deutschen Sprachgebrauch eingeführt. Eigentlich beschrieb er den Sportsmen als Gentleman, der Vergnügungen vielerlei…
Pücklerstadt in drei Akten
Foto: Steffen Schwenk

Pücklerstadt in drei Akten

Wie René Serge Mund erst familiär in Deutschland und dann gleich drei Mal beruflich in der Leitung des Staatstheaters der Pücklerstadt „adoptiert“ wurde. Der kreative Treibstoff für René Serge Mund sind 15 bis 20 Espresso am Tag. Im Spätsommer 2018 kam er das dritte Mal des Staatstheaters wegen in die Pücklerstadt. Inmitten einer Krise, die das Haus in einem halben Jahr die gesamte Führungsebene kostete, soll er das Schiff aus den Stürmen in ruhiges Fahrwasser führen. Man muss schon etwas verrückt sein, den Ruhestand gegen diesen kulturellen Wellengang einzutauschen. Mit ihm kam auch „sein“ Brecht ein drittes Mal nach Cottbus.…
Eine Ananaszucht in Cottbus?
Foto: Foto Goethe

Eine Ananaszucht in Cottbus?

Wie Fürst Pückler die Königin der Früchte kultivierte und mit der seinerzeit wertvollen und seltenen Frucht so manche von ihm angebetete Dame beeinruckte. Eine Ananaszucht in Bad Muskau oder am sandigen Cottbuser Stadtrand? Geht denn das? Es geht und es ist keine fabulierte Münchhausen-Geschichte, sondern ganz passend zum Hausherrn beider Parkareale, dem schillernden Fürsten Hermann Pückler-Muskau, eine belegte Historie, ganz fürstlich und wahrhaft königlich.Der reiselustige Gourmet und Parkgestalter, Dandy und Namensgeber eines Eises, Fürst Hermann von Pückler-Muskau, war ein Liebhaber der Ananas. Die Königin der Früchte kam bei ihm nicht nur als Dessert, Bowle oder Eis auf den Tisch. Er…
Von der Copacabana an die Spree
Foto: codiarts

Von der Copacabana an die Spree

Wie Jeff Felix da Silva für einen Deutschkurs aus Brasilien nach Cottbus kam, wo ihn ungeplantes Liebesglück zur Gastronomie brachte, die er in diesem Jahr mit gleich vier Lokalitäten prägt. Cariocas, so nennt man die Einheimischen in Rio de Janeiro, sind bis über beide Ohren in ihre Stadt verliebt. Sie werden in der Regel dort geboren, leben und sterben an der Copacabana. Da kann die Pücklerstadt noch so verrückt sein, gegen diese Heimatliebe ist keine Ananas gewachsen. Jeff Felix da Silva wäre dieser Tradition sicher gefolgt, zum Glück fehlte ihm zum Abschluss der Schulzeit aber der richtige Plan. So folgte…
Pücklers neue Muse
Foto: codiarts

Pücklers neue Muse

Wie Juliane Züge ihr Glück weit weg von der Pücklerstadt suchte, letztlich doch keinen schöneren Ort fand – und schließlich zu Pücklers neuer Botschafterin gewählt wurde. Dass sie sich ausgerechnet am ruhigen Cottbuser Stadtrand einmal beruflich zu Hause fühlen würde, hätte Juliane Züge vor einigen Jahren selbst wohl zuallerletzt für möglich gehalten. Seit Jahresbeginn 2019 ist sie als Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in Pücklers Park und Schloss Branitz die offizielle Botschafterin des fürstlichen Erbes. Dabei begann der Weg der gebürtigen Cottbuserin abseits von Glanz und Gloria. Schon früh lernte sie, auf eigenen Beinen zu stehen. Zwei ältere, an einer äußerst…

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