Soho - Camden Town - Cottbus

Auch wenn es der ein oder andere nicht für möglich hält: Cottbus bietet ein buntes Sammelsurium von alternativen Bars und Clubs. Unkonventionell, wild, manchmal avantgardistisch. In New York gibt es "Soho", in London "Camden Town" und in Berlin "Kreuzkölln". In Cottbus gibt es: Cottbus! Der Cottbuser "Kiez" verteilt sich durch die ganze City. Aber ein Start in Uni-Nähe für einen Ausflug durch die Nacht ist sicher nicht verkehrt.

Marie 23

Marie 23

Die "Marie" ist seit über 30 Jahren DIE alternative Szeneinstitution in Cottbus. Direkt in der City am Marienplatz gelegen, findet man hier immer interessante Gesprächspartner. Studenten, Musiker, Schauspieler und andere (Lebens-) Künstler gehören zum Publikum. Ideal ist ein Besuch im Sommer, wenn die "Marie" ihren Biergarten im verwilderten Hinterhof öffnet. Ab und zu finden hier auch kleinere Jazz- und Rockkonzerte statt.
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Seitensprung

Seitensprung

Zentral in der Straße der Jugend, nicht weit von der Marie und vom Glad-House befindet sich die Szenekneipe "Seitensprung". Wenn man in Cottbus einen Abend mit Partygarantie sucht, dann ist man hier richtig. Wild und heiß geht es hier am Wochenende zu. DJs mit Augenmerk auf Alternative / Indie heizen den Gästen ein. Es wird gekickert, getanzt, gelacht und gefeiert. Berühmt ist der "Sprung" für seine selbstgemachten Shots von Haselnuss-Wodka über Rhabarber-Schnaps bis zum Mexikaner.
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Scandale Le Locale Fatale
Foto: Zeko

Scandale Le Locale Fatale

Gegenüber dem Staatstheater im Keller einer Villa befindet sich mit dem Scandale Le Locale Fatale einer der Hotspots der subkulturellen Ausgehkultur von Cottbus. Ungewöhnliche Partykonzepte, gemütliche Wohnzimmeratmosphäre und ein morbider Charme sorgen dafür, dass viele Partygänger abseits des Mainstreams den Keller in ihr Herz geschlossen haben. Hier stehen auch gern mal Stars wie Ex-MTV-Moderator Markus Kavka oder Jan Oberländer am DJ-Pult. Die Beatsteaks veranstalteten hier eines ihrer raren und sagenumwobenen Wohnzimmer-Konzerte. Aktuell ist der Fortbestand des Clubs in der Schwebe. Die Macher vom Scandale suchen nach einem neuen Standort.
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Comicaze

Comicaze

"I know it's only rock 'n' roll but I like it" – es ist, als hätten die Rolling Stones diese Zeilen für das Comicaze geschrieben. Mehr Rock 'n' Roll gibt es nirgends in der Pücklerstadt. Seit über 20 Jahren steht der Club für handgemachte Livemusik der Sparten Rock, Beat und Blues. Vor allem regionale Musiker und Amateurbands spielen hier ihr Repertoir aus eigenen Kompositionen und Cover-Nummern vergangener Epochen. Das Publikum ist entsprechend jenseits des Teenie-Alters. Geöffnet hat das Comicaze von Dienstag bis Samstag ab 19 Uhr.
www.comicaze.de

Chekov
Unicore Photography

Chekov

In einer ehemaligen Umkleidekabine des Strombads direkt an der Spree nahe dem Energie-Stadion ist das Chekov zu Hause. Bereits 1994 fand hier das erste Konzert statt. Betrieben wird der Club ehrenamtlich durch den "Verein zur Förderung subkultureller Aktivitäten e.V.". Die Mitglieder suchten einen Ort zur Selbstverwirklichung und schufen den perfekten Ort für Konzerte, zum Entspannen und Diskutieren – ohne kommerzielle Absichten. Musikalisch liegen Punkrock, Hip Hop und Hardcore im Fokus. Dazu gesellen sich Techno- und House-Parties.
Im Sommer findet zudem jeden Donnerstag der "Fyahamnd" statt. Das bedeutet gemütliches Verweilen im Grünen an der Freiluft-Bar. Der eigens angelegte kleine Strand direkt an der Spree lädt zum Entspannen ein, dazu gibt es Musik, mal live, mal vom Plattenteller. Entspannen, Reden, Tanzen oder was auch immer bei einem gekühlten Getränk, läutet das Wochenende schon am Donnerstag ein.
www.chekov.info

Muggefug
Foto: Thomas Grube / INPETHO

Muggefug

Eigentlich startete das Muggefug 1994 als Studentencafé. Das erklärt auch den Namen des Clubs. Muggefug oder Muckefuck war der eingedeutschte Name für Ersatzkaffee (aus dem französischen „Mocca fou“, was „falscher Kaffee“ bedeutet).
Über die Jahre entwickelte sich aus dem Café ein Veranstaltungsort für Konzerte und Partys. In den Sparten Ska, Reggae, Hardcore, Metal und Punk ist das Muggefug trotz mehrfach wechselnder Location eine Institution und über die Cottbuser Stadtgrenzen hinaus bekannt. Auch Literaturfrühstücke, Workshops, Kabarett, Theater und Filmabende finden hier regelmäßig statt.
Den Betreibern des Clubs – dem Muggefug e.V. – ist es wichtig, Veranstaltungen unkommerziell durchzuführen und gleichzeitig die Eintritts- und Getränkepreise niedrig zu halten, so dass alle teilhaben können.
www.muggefug.de

Zum faulen August
Foto: Thomas Grube / INPETHO

Zum faulen August

Die Baracke am Lagerhaus in der Karl-Liebknecht-Straße ist – trotz wechselnder Namen und Betreiber – schon seit Jahrzehnten eine Institution. Früher als "La Casa" bekannt, lümmelt sich hier seit 2017 der faule August.
„Zum Faulen August“ ist Kneipe und Club in einem. Mit Live-Musik der härteren oder düsteren Gangart, ausgesuchten Lesungen, Partys oder einfach entspannt bei einem kühlen Bier an der Bar – hier zelebriert man gepflegte Abendkultur.
www.zum-faulen-august.de

Galerie Fango

Galerie Fango

Galerie, Bar, Konzertlocation, Projektraum – die Galerie Fango ist ein besonderer Ort. Mit einer Symbiose aus Kunsterlebnis, Musik und Haltung zieht die Fango ein Publikum durch alle Altersschichten und Nationalitäten an. Möglich machen das viele Helfer und Impulsgeber. Spätestens wenn man in den wohnzimmerartigen Räumen steht und die Füße von feinstem Sand umgeben sind, fühlt man sich hier zu Hause.
www.fango.org

quasiMONO
Foto: quasiMONO

quasiMONO

Die Räumlichkeiten des Studentenclub "quasiMONO" kennen viele noch als den legendären "Zwischenbau V". Mitunter geht es hier immer noch so wild zu, wie in den 90ern. Aber der Fokus liegt nicht mehr ganz so stark auf Party und Feiern. Vielmehr trifft man sich hier auf dem Campus zu Lesungen, Diskussionsabenden und Vorträgen. Besonders wird es bei "Salsa con Café" an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat. Zu Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und jeder Menge Salsa hat man nachmittags in gemütlicher Runde die Gelegenheit zum Tanzen, Üben, Quatschen oder einfach nur zum Zuschauen. Einsteiger und Neugierige sind immer willkommen!
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Bebel
Foto: Bebel

Bebel

Schon 1995 gab es das "Bebel". Seinerzeit in einem Gewölbekeller in der namensgebenden August-Bebel-Straße, heute in einer ehemaligen Weberei in Uninähe. Hier wie dort haben sich die Betreiber eines bewahrt: Das Gespür für Nischen, musikalische Raritäten und kulturelle Leckerbissen. Hunderte Konzerte und Partys wurden veranstaltet, ob Jazz, Funk, Soul, Rock, Reggae, Hip-Hop oder Techno – und trotz aller Widerstände geht es weiter und weiter.
www.bebel.de

Obenkino
Foto: JKZ Glad-House / OBENKINO

Obenkino

Im Jugendkulturzentrum Glad-House in der – wie der Name schon sagt – oberen Etage befindet sich das Obenkino. Insbesondere europäische Filme mit ihren nationalen und kulturellen Eigenheiten sowie Filme, die das Zeitgeschehen thematisch reflektieren oder gesellschaftlich aktuelle Themen aufgreifen, stehen hier im Mittelpunkt. Dazu kommt ein kontinuierliches Angebot an Kinder- und Jugendfilmen sowie genreübergreifende Veranstaltungsreihen wie Jazz&Cinema, Film&Gespräch, Film&Buch oder TANZ&Cinema. Gleich sechs Mal wurde das Obenkino mit dem Kinoprogrammpreis des Medienboard Berlin-Brandenburg ausgezeichnet.
www.obenkino.de

Glad-House
Foto: Thomas Grube / INPETHO

Glad-House

Die größte und sicher auch bekannteste Cottbuser Kultureinrichtung abseits des Schlagers ist das Glad-House. Die 1990 aus dem Klubhaus der Jugend hervorgegangene Kulturstätte ist ein Eigenbetrieb der Stadt Cottbus und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert. Unzählige Konzerte von Pop bis Punk, Disko-Abende, Partys – es gibt wohl kaum einen Cottbuser, der nicht schon mindestens ein Mal hier war. Der Einheimische sagt übrigens "Glatthaus". Überlieferungen zu Folge existierte diese Bezeichnung schon lange, bevor das Haus offiziell "Glad-House" hieß. Zur etwas unkonventionellen Namensgebung existieren gleich zwei Legenden. Die einen behaupten, der Name bezieht sich auf den bei Konzerten durch verschüttete Getränke schnell rutschig werdenden Parkettfußboden. Andere meinen sich zu erinnern, dass das Glatthaus seinen Namen erhielt, weil man sich hier nur "glatt" machen – also hemmungslos betrinken – konnte, da die von der FDJ eingeladenen Bands selten den Geschmack des Publikums trafen.
www.gladhouse.de

Unbelehr-Bar
Foto: Stephan Bäucker

Unbelehr-Bar

Eigentlich ist die Unbelehr-Bar auf den ersten Blick "nur" eine Studentenkneipe in Uni-Nähe. Doch den Machern wäre das allein zu öde. Daher werden die Abende mit verschiedenen Veranstaltungen aufgewertet. Egal ob Lesungen, Quizabende, Karaoke oder auch Bier-Pong. Nur sitzen und trinken wäre ja auch langweilig.
www.unbelehr-bar.de

KaRli KonsumLokal
Foto: Thomas Grube / INPETHO

KaRli KonsumLokal

Nachts durch Cottbus schlendern auf dem Weg zur Party. Oder vom Konzert zum "Absacker". Irgendwie kommt man irgendwann immer durch die Karl-Liebknecht-Straße und am "Karli" – einem typischen Späti – vorbei. Aber typisch ist hier gar nicht so viel im selbst ernannten "KaRli KonsumLokal". Es gibt hier natürlich das Weg-Bier und die neue Zigarettenschachtel, die Milch und die Brötchen, die man vergessen hat, einzukaufen. Aber das "Karli" ist mehr. Schallplatten-Verkauf in der einen Ecke, gemütliche Sitzecke im Stil eines DDR-Wohnzimmers mit Sofa, Sternradio und Jukebox in der anderen. Dazu der Verkauf originaler Ket-Wurst mit einer phantastischen Auswahl an Saucen. Nicht wenige Nachtgestalten vergessen und vertrödeln hier die Zeit.
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Cotti – Markt & Café
Cotti - Markt & Café

Cotti – Markt & Café

Nahe der Uni in der Karl-Marx-Straße befindet sich das "Cotti". Der kleine Spätverkaufs-Markt ist mehr als nur die Anlaufstelle für ein paar Bier, Chips und Kaugummis. Die Betreiber setzen auf Lokalkolorit, versuchen so viele regionale Produkte wie möglich in ihr Spätkauf-Angebot zu integrieren und machen auch schon mal Feuerzeuge und Zigaretten-Papers zu Cottbuser Fanartikeln. Im Sommer laden zudem ein paar Bierzeltgarnituren und Sonnenschirme zum Verweilen ein – hier lässt es sich aushalten.
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