Die Lausitz drumherum: weit, wild, würzig!

Die Lausitz drumherum: weit, wild, würzig!

Das Markenbüro Lausitz nimmt die Lausitz-Marke in die Hand. Statt einer Dachmarke soll eine innovative Plattform alle bestehenden Identitäten und Regionalmarken unterstützen.

Einfach mal machen! Das ist zum Sommerbeginn 2021 das Credo einer Runde Lausitzer mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen: Designer, junge „wilde“ Kreative, Beteiligungs- und Kommunikationsexperten. Sie alle treibt der Wandel vor der Haustür um, den sie mitgestalten wollen, der aber meist aus den Landeshauptstädten und verwaltungsgetrieben an den Kompetenzen der Region vorbeiläuft. Nachdem sich über Jahre hinweg Institute und Berater aus aller Herren Länder in der Lausitz die Klinke in die Hand gegeben haben und nun einmal mehr jene externen Experten über eine Marke als neue Identität der Lausitz nachdenken, haben diese Lausitzer kurzerhand ihre Kompetenzen gebündelt und in das „Markenbüro Lausitz“ gegossen, das sich fortan um die Vermarktung der Lausitz kümmern wird. Ein exzellentes Design ist vorhanden, eine innovative und auf die Lausitz abgestimmte Idee ebenso und wichtige Stakeholder sind bereits ins Boot geholt worden. Die Diskussion der externen Berater über das, was die Lausitz als Marke braucht, kann nun verstummen. Schließlich wissen die Lausitzer selbst am besten, was die Region ausmacht und wie man sie mit Effekt und glaubwürdig nach innen und außen vermarktet. Wenn die Akteure des Wandels es mit der Lausitz ernst meinen, haben sie nun für das Markenthema einen Sparringspartner in der Region. Folgen Sie ihm in die Lausitz: weit, wild, würzig!

Das Markendesign
Ein erster Vorteil des Markenbüros: Geschwindigkeit und Relevanz! Ein Design für die Marke liegt bereits vor, es stammt aus der Lausitz, hat einen bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen und es ist fertig umgesetzt. Die Wort-Bildmarke baut auf einem Lindenblatt auf, das für die Wurzeln der Lausitz in der sorbischen Kultur steht und in eine Herzform überführt Emotion samt Heimatliebe addiert. Die Gliederung der Wortmarke inkludiert geschickt die Obersorbische und Niedersorbische Identität der Region und bringt gleichsam ihre Zweisprachigkeit und Vielfalt zum Ausdruck. Ergänzt um einen selbstbewussten, zeitlosen und auch etwas frechen Slogan gewinnt die Marke an Emotion und Selbstverständnis: Lausitz. weit, wild, würzig!

Für das Design sorgt das Spremberger Team von Chairlines. Andreas Thormann, Chef der 9-köpfigen Kreativagentur, ist dann auch Kreativdirektor des Markenbüros. Das reduzierte Design der Lausitz-Marke ist bereits in eine Printkampagne übersetzt, verschiedene Anwendungen sind definiert – wer möchte, kann jetzt schon seinen täglichen Morgenkaffee mit Lausitzer Esprit genießen. Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gibt es für Leser des Lausitz Magazins schon jetzt die schönste Hülle für jede Bohne der Welt.

Der Markenprozess
Eine Marke ist kein Selbstzweck, sie erfüllt vielfältige Funktionen. Zuallererst dient sie dem Image und der wirtschaftlichen Entwicklung der Region, mithin den Menschen und der Wirtschaft. Normalerweise kommt das Design erst zum Schluss, als Krönung eines strukturierten Markenprozesses. Genau den benötigt die Lausitz jetzt. In etlichen Papieren bis hin zur Entwicklungsstrategie Lausitz 2050 wird von der Bedeutung einer Lausitzer Marke geschrieben, mal geht es um eine Kulturmarke, mal um eine Regionlamarke, mal um eine Wirtschaftsmarke, mal um eine Marke für eine Fachkräftestrategie. So, wie es im Markenverständnis nur eine unverwechselbare Region Lausitz gibt, macht auch nur eine unverwechselbare Marke für diese Region Sinn. Spätestens hier wird im Markenbüro ein frischer und bodenständiger Weg deutlich – eben ein Lausitzer. Das Markenbüro Lausitz versteht sich nicht als geschlossene Veranstaltung, es ist offen für die Beteiligung der verschiedenen Stakeholder vom Dachverband der Sorben und Wenden, der Domowina, über Wirtschaftsverbände und die kommunale Familie bis hin zum pragmatischen Engagement aus der Zivilgesellschaft. In diesem klaren Bewusstsein für die Region ist nun der notwendige Prozess ausdrücklich gewollt, in dem die Marke in einem breiten Beteiligungsprozess entwickelt und auf die Bedürfnisse der Lausitz ausgerichtet wird. Hierbei geht es nicht um Design, sondern um Substanz. Eine Marke der Lausitz wird letztendlich zur Identität der Menschen, der Kommunen und der Unternehmen. Und das gelingt nur, wenn sie für die Lausitzer Akteure zu einem Selbstverständnis wird, mit dem man klare Eigenschaften, Strategien und Ziele verbindet.

Für diesen Prozess steht im Markenbüro mit Manuela Kohlbacher eine Beteiligungsexpertin, die durch ihr vielseitiges Engagement u.a. als frisch gewählte Sprecherin der Lausitzkommission, Mitgründerin des Instituts für angewandte Beteiligung, Vorstand der Kreativen Lausitz und Kopf des Kompetenzzentrums Forst für Netzwerkarbeit und Interessenausgleich steht.

Plattform statt Dachmarke
Eine Innovation haben die ersten, strukturellen Konzeptionen des Makrenbüro Lausitz bereits generiert. Wird bislang in Papieren und Studien von einer Regional-, Kultur- oder Dachmarke gesprochen, soll die Lausitz unter Beachtung ihrer Besonderheiten einen bislang einzigartigen Weg wählen. Als Alleinstellungsmerkmale der Lausitz hat das Markenbüro bereits Vielfalt und Wandel herausgearbeitet. Seit über 400 Jahren wird die Lausitz wie keine zweite Region umgegraben, verändert sich, vom Sumpf über Besiedlung zur Energie und nun zum grünen Revier. Vielfalt und Wandel meint sorbische Kultur und Zweisprachigkeit, meint wirtschaftlichen Wandel und Fachkräfte, mein Weltkulturerbe und künftige Impulse für den Green Deal Europas. Diese Vielfalt spiegelt sich in vielen Identitäten: Oberlausitz, Spreewald, Seenland, Kohlerevier, Kulturlandschaft – verkommt Diversity andernorts immer mehr zum Modewort, auf die Lausitz trifft es zu.
Deshalb wird die Marke Lausitz strategisch bewusst als Plattform aufgebaut, die alle Identitäten nutzen können und die umgekehrt alle Identitäten stärkt. Es geht nicht ums Überstülpen einer Dachmarke oder darum, mit der Lausitz zu missionieren, sondern es geht um eine gemeinsame Basis, die Wandel ermöglicht und aus Vielfalt erwächst.
Für diesen Weg der strategischen Kommunikation steht mit Jens Taschenberger ein Publizist, Marketingprofi und Netzwerker.

Mitmachen
Die Keimzelle für das Markenbüro Lausitz lieferte mit der Kreativen Lausitz der jüngste, länderübergreifende Wirtschaftsverband der Lausitz. „Junge Wilde“ wie der Görlitzer Agenturinhaber Clemens Kiessling, Experten für digitalen Content wie der Löbauer Mario Förster oder für Medienproduktion wie der hyperworx-Inhaber Leif Scharroba sind schon an Bord, mit Domowina und Wirtschaftsinitiative Lausitz laufen Gespräche.

Das Markenbüro Lausitz ist offen für jene, die sich mit Gestaltungskraft einbringen. Es ist die neue Plattform für eine Vermarktung der Lausitz mit ganz klarer wirtschaftlicher Ausrichtung. Es geht hier nicht um „Laberrunden“, sondern ums Eingemachte. Eben um die Vermarktung der Lausitz.

Markenbüro Lausitz
Kreativdirektion: Andreas Thormann (chairlines medienagentur), T 03563 6080689
Beteiligung: Manuela Kohlbacher (Kompetenzzentrum Forst) T 03562 693860
Strategie: Jens Taschenberger (zwei helden GmbH) T 0355 2892520
www.marke-lausitz.de 

Einfach teilen: